Der Gaucho Martin Fierro / El Gaucho Martín Fierro

38,00

zweisprachig Spanisch/Deutsch

Schriftsteller: José Hernández

212 Seiten. Hardcover-Ausgabe A4 Format

“Der Gaucho Martín Fierro” ist das Nationalepos Argentiniens, wenn man so will, Ilias und Odyssee der Argentinier. In rund 1200 Strophen erzählt es die Geschichte eines Gauchos, also eines der Rinderhirten der argentinischen Pampa, der durch Willkür und behördlichen…

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zweisprachig Spanisch/Deutsch

“Der Gaucho Martín Fierro” ist das Nationalepos Argentiniens, wenn man so will, Ilias und Odyssee der Argentinier. In rund 1200 Strophen erzählt es die Geschichte eines Gauchos, also eines der Rinderhirten der argentinischen Pampa, der durch Willkür und behördlichen Machtmissbrauch Heim und Familie verliert, weil man ihn zwangsweise zur Verteidigung der Grenze zum Indianerland einzieht. Die Dichtung spielt Mitte des 19. Jahrhunderts, als die Siedlungen der Weißen noch häufig von den Pampa-Indianern (Mapuches, Ranqueles, etc.) überfallen wurden. Hernández wollte mit seinem Werk sowohl auf die miserable Situation der zwangsrekrutierten Gauchos als auch auf die der Landbevölkerung im allgemeinen aufmerksam machen. Er schildert in teils poetischen, teils realistisch-grausamen Szenen die Fährnisse eines Mannes der von den militärischen Vorgesetzten schikaniert wird, bis er schließlich desertiert und später (im zweiten Teil des Buches) zu den Indianern überläuft, unter denen er fünf schreckliche Jahre verbringt. Der Riesenerfolg, der dem Buch bei seinem Erscheinen (1872) zu Teil wurde, beruhte zum einen darauf, dass die Landbevölkerung sich im Schicksal Fierros wiedererkannte und zum anderen auf den eingängigen Reimen, aus denen seine Strophen bestehen. Auch heute noch ist es in Argentinien allgegenwärtig. Es gehört zum Lehrinhalt der Schulen, aus ihm zitieren vom Politiker bis zum Taxifahrer und der argentinische Fernsehpreis trägt seinen Namen.


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